Eine der wichtigsten Zielsetzungen des Aktionsprogramms JUGEND besteht darin, benachteiligten Jugendlichen Zugang zu den
Aktivitäten im Rahmen des Programms zu geben. Zwar ist diese Zielgruppe keineswegs von einer Teilnahme an langfristigen
EFD-Projekten ausgeschlossen, doch wird ihr der Zugang zum EFD durch Freiwilligendienstprojekte von kurzer Dauer
erleichtert.
Ein kurzfristiges EFD-Projekt sollte zwischen drei Wochen und sechs Monaten
dauern.
Wenn an dem Projekt ein benachteiligter Jugendlicher beteiligt ist, wird
empfohlen, dass die Antragsteller einen vorbereitenden Planungsbesuch im Aufnahmeland ins Auge fassen und dies in ihren Antrag
aufnehmen. Dieser Besuch sollte jedoch erst dann erfolgen, wenn der Projektantrag genehmigt
ist, und wurde normalerweise zwei Tage (ausschließlich An- und Abreise) dauern.
Voraussetzung für die Durchführung kurzfristiger Freiwilligendienstprojekte, die gleichzeitig mehr als drei Freiwillige in ein und derselben Aufnahmeorganisation
beherbergen, ist eine besondere Vereinbarung mit der Nationalen Agentur, die der Zustimmung der
Europäischen Kommission bedarf.
Wie werden die Projekte ausgewählt?
Die Auswahlkriterien für derartige Projekte entsprechen jenen für langfristige
Aktivitäten (siehe Abschnitt D.3), wobei besonderes Augenmerk auf die folgenden Elemente gelegt
wird, die sich auf die Unterstützung des/der Freiwilligen beziehen:
 | Vorbereitung entsprechend den spezifischen Bedürfnissen des/der
Freiwilligen; |
 | Intensive persönliche Unterstützung des/der Freiwilligen durch die
Aufnahmeorganisation. |
 | Bereitstellung durch die Entsende- und die Aufnahmeorganisation eines substanziellen
Bildungsinhalts, der den individuellen Fähigkeiten und Bedürfnissen des/der Freiwilligen
entspricht; |
 | Nachbetreuung, die eine wertvolle Erfahrung gewährleistet. |
|